19.02.17 ALEXANDRA ist in Kiel angekommen



Salondampfer ALEXANDRA hat heute nachmittags um vier Uhr auf dem Nord-Ostseekanal Rendsburg passiert
Video: Hedda Bielings


Nach dem Start heute Mittag in Brunsbüttel hat der Flensburger Salondampfer auf dem Nord-Ostseekanal nachmittags Rendsburg passiert. Während des größten Teil der Kanalfahrt war sie zwischen acht und neun Knoten schnell. Als sie an einer Ausweichstelle längere Zeit festlag, war hier auf die Entfernung nicht ganz klar, ob und wie sie weiterfahren würde. Bedeutete der Halt, dass tatsächlich nur andere Schiffe passieren sollten bevor ALEXANDRA weiterreisen konnte? War der Kanal gesperrt, weil wieder einmal ein Schiff in die Böschung gerauscht ist? Schließlich löste sich das Schiff von den Dalben und nahm wieder Fahrt Richtung Holtenau auf. Schließlich erreichte sie Rendsburg und wurde dort von der Facebook-Freundin Hedda Bielings auf Video gebannt. Sie hat sich auf Fotos und Videos von Schiffen spezialisiert, die auf dem Kanal unterwegs sind. Wir danken recht herzlich für das Video!
Nachdem ALEXANDRA die Schleuse in Holtenau passierte, liegt hat sie im Tirpitzhafen in Kiel festgemacht.


ALEXANDRA heute bei Rendsburg unterwegs

18.02.17 ALEXANDRA ist unterwegs

Seit 08:27 Uhr heute Morgen ist ALEXANDRA unterwegs. Hier der aktuelle Kursverlauf bis 13:23 Uhr Kurs 141°, Geschwindigkeit 10,5 kn



Quelle: Marinetraffic




































Nachtrag:
18.02.17
  • Kurz nach 15:00 Uhr ist ALEXANDRA in die Kanalschleuse in Brunsbüttel eingelaufen. 
  • um 17:00 Uhr hat ALEXANDRA im Kanalhafen festgemacht 


18.02.17 ALEXANDRA raucht wieder

In Zeiten der handlichen Digitalkameras und des Internet gibt es keine Heimlichkeiten: Heute morgen hat ALEXANDRA ihren Werfthafen Husum verlassen und schon verbreitet Facebook ihren Abschied. Wer nun erwartet hat, dass sie zum Beginn der Rückreise beeindruckend qualmt, wurde ein wenig enttäuscht. Ihr Kessel wurde schon Stunden vor dem Ablegen angeheizt und glühende Kohle raucht nur ganz wenig. Das Video zeigt den Salondampfer auf ihren ersten Seemeilen vor dem Hafen mit Kurs Richtung Nordsee.




17.02.17 ALEXANDRA kommt wieder zurück






















Nun dauert es nur noch drei Tage, bis Flensburgs schwimmendes Wahrzeichen, der alte Salondampfer ALEXANDRA wieder seinen vertrauten Platz an der Dampferbrücke im Historischen Hafen einnehmen wird.
Damit hat sich die Rückkehr von der Werft in Husum um 15 Tage verzögert. Die ursprünglich für den 31. Januar geplante Überführung musste wegen einer fehlenden Zulassungsgenehmigung verschoben werden. Ohne dieses Papier konnte die Schiffssicherheitsbehörde das Schiff nicht freigeben. Nun sind alle Dokumente für die amtliche Freigabe vorhanden und ALEXANDRA hat die amtliche Prüfung bestanden.
Morgen vormittag um 08.00 Uhr heißt es in Husum "Leinen los vorn und achtern!" Der erste Teil der Reise führt nach Brunsbüttel. Dort wir ALEXANDRA übernachten, um am Sonntag durch den Nord-Ostseekanal nach Kiel zu fahren. Am Montag wird der dritte Teil der Reise zurück nach Flensburg führen. Die Ankunft ist zwischen 14:00 und 15:00 Uhr geplant.

Dass die Reparatur des Kessels unvermeidbar ist war allen Beteiligten klar, als vor drei Jahren ein einziger Niet am Kessel bei einer routinemässigen Kontrolle den Dienst quittierte und sich ungeplant verabschiedete. Damit begann das  große Projekt mit dem der über 100 Jahre alten Dampfer zu seinem neuem Kessel kam. Zuerst wurde die Leckstelle fachgerecht repariert, um Zeit für eine gründliche und lang andauernde Lösung zu finden. Denn der eigentliche Kessel war ja schließlich auch nach der Reparatur immer noch ein Jahrhundert alt. Die meiste Zeit ging für die Planung, Finanzierung und Vorbereitung drauf. Der Umbau auf der Husumer Werft dauerte dagegen "nur" rund vier Monate.  Auch wenn ALEXANDRA wieder zurück in Flensburg ist, bleibt noch viel zu tun. Für den Austausch des Kessels musste das Schiff in großen Teilen auseinander gebaut werden. Davon wurde jetzt nur so viel montiert, wie für die Überführung nötig ist.

Nachträge:
18.07.17     ALEXANDRA ist unterwegs

13.02.17 Schoner erneut gesunken


Am 30. Mai 2015 sank der kanadische Schoner DOWN NORTH 37 Meilen nordwestlich von Swinemünde in einer Windböe. Wenige Stunden zuvor war das Expeditionsschiff mit 12 Mann an Bord zu einer Reise in die Arktis aufgebrochen. Ziel war die polnische Forschungsstation in Hornsund. Deren 35-jähriges Bestehen sollte gefeiert werden. Alle 12 Besatzungsmitglieder konnten von einer Rettungsinsel abgeborgen werden. Nach der Rettung verstarb ein Reporter des National Geograpic einem Herzversagen, wie damals berichtet wurde. Er war an einen Rollstuhl angewiesen. Das Unglücksschiff wurde damals nach Swinemünde geschleppt und sollte dort repariert werden (Die HAFENMELDUNGEN berichteten).

Vorgestern, am 11.02. um 21 Uhr, sank der Schoner erneut. Diesmal im Hafen von Stettin. Nur die beiden Masten ragten noch aus dem Wasser. Als Ursache für die Havarie wird ein Ventil einer Toilette vermutet. Das Unglück geschah im Zuge von Reparaturarbeiten nach dem Untergang vor knapp zwei Jahren (Quelle Vesseltracker).