12.08.14 Interessanter Gast

Flensburg hat schon einige Expeditionsschiffe beherbergt. Bekannt ist vielen DAGMAR AAEN, der Haikutter, mit dem Arved Fuchs zur Zeit in Grönland unterwegs ist. Auch an KIVIOQ wird sich mancher erinnern. Das Expeditionsschiff des dänischen Polarforschers Knud Rasmussen war lange Zeit im Museumshafen Flensburg zu sehen. Ist man ein wenig großzügig, dann kann auch der Dreimast Toppsegelschoner ACTIV in diese Kategorie gezählt werden, bereiste sie doch lange Jahre die grönländischen Gewässer. Jede Reise war zu ihrer Zeit, als die Navigationshilfen und Revierberatungen noch nicht bis dorthin verbreitet waren wie heute, eine Expedition mit ungewissem Ausgang.




Heute liegt RYLEN, ein dänisches Expeditionsschiff dem man seine Vergangenheit nicht ansieht, im Historischen Hafen. Seine Forschungsreisen führten vor jetzt mehr als achtzig Jahren in eine Gegend, die damals für einen Menschen in Kopenhagen fremder war, als Grönlang heute vielen ist: Es war die Welt der 527 dänischen Inseln. Ihre Bewohner lebten zu großen Teilen weitgehend abgeschieden vom Rest des Landes, die Tier- und Pflanzenwelt war noch weitgehend unerforscht.
Als der dänische Reiseschriftsteller Achton Friis im Frühjahr 1914 von einer Reise nach Grönland zurückkehrte, wäre er am liebsten dorthin zurückgefahren. Aber sein Freund, der Schriftsteller Jeppe Aakjær schlug vor, stattdessen eine Expedition in ein anderes unbekannte Land zu unternehmen: die dänischen Inseln.
Das Resultat war "De danskes øer", den farbigen Beschreibungen und Porträtzeichnungen von Achton Friis und den stimmungsvollen Landschaftszeichnungen von Johannes Larsen zum Dank, die bis dahin weitaus beste Beschreibung der kleinen dänischen Inseln

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Anm.: Teile der Information sind Übersetzungen der interessanten Internetseite "dedanskesøer" aus dem Dänischen.